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“I BELIEVE IN UNICORNS”

Text/Assistent: Davide Anatol - Fotos: Max Slobodda



“Zum Dritten mal fand die Verleihung des goldenen Aluhutes in Berlin statt. Die Veranstaltung kürt die fünf absurdesten Verschwörungstheorien. Gewonnen haben die Firma Oz Orgonite, Politikerin Beatrix Von Storch, Impfgegner Michael Leitner, der „Flatearthler“ Peter von Vegan& Lecker und der aktivierende Journalist Martin Lejeune. Es war ein bunt gemischter Abend mit dem Besten, was die Verschwörungszene zu bieten hat. Von skurrilen Exkursionen in die Welt der Einhörner, mit deren Kräften angeblich geheilt und zeitgereist werden kann, über bunte Energiesteine, alternative Astronomie, die Flacherde, politische Verschwörungen, germanische Medizin, bishin zu wirklich schockierenden Berichten von Quacksalbern, die Krebs nach der sogenannten „MMS Methode“ mit Rohrreiniger behandeln. Die Intention der Veranstaltung ist in erster Linie, die Vergabe des Preises: „Der goldene Aluhut“, dessen Gewinner über die freie Abstimmung im Internet ermittelt werden. Aber es geht auch darum, aufzuklären und die Akteure der Welt der Verschwörungstheorien in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, um zu zeigen, mit welchen falschen Fakten, Lügen und Tricks diese Leut arbeiten. Bezeichnend für die Veranstaltung war das nur einer der Finalisten (Martin Lejeune) den Preis persönlich entgegen genommen hat, die anderen wurden unter dem Publikum versteigert.


Im Rahmen der Preisverleihung haben die beiden freien Journalisten Davide Anatol und Max Slobodda die interessierten und aufgeklärten Besucher der Veranstaltung mit bekannten, aber auch teils unbekannten Verschwörungstheorien konfrontiert und deren nicht immer ganz ernst gemeinten Antworten in Kombination mit mysteriösen Portraits dokumentiert. Sie wollen damit zeigen welche Problematiken solch ein unreflektiertes Gedankengut mit sich bringt und das uns Verschwörungstherorien Alle etwas angehen. Gerade heutzutage, im digitalen Zeitalter, wo immer mehr ungeprüfte Theorien und Falschmeldungen für Jedermann unkommentiert im Internet zugänglich sind, ist es wichtig darüber zu sprechen und aufzuklären, welche Auswirkunge solche Informationen für die Gesellschaft sowie den Einzelnen haben. Dabei kann ein ironischer Ansatz wie bei der Verleihung „Des goldenen Aluhut“ ein erster Schritt sein, um in diesem Bereich präventive Arbeit zu leisten.”